Zwillingsforschung gibt Antworten

Immer mehr Menschen erkranken an den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Als Ursachen für den Ausbruch der Krankheiten werden Veränderungen der individuellen Umweltbedingungen, Gene und eine Barrierestörung des Darmes vermutet. WissenschaftlerInnen untersuchen, wie das Zusammenspiel der Faktoren im menschlichen Körper abläuft und welchen Anteil sie jeweils daran haben, dass ein Mensch an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erkrankt.

Eine große Chance für neue Forschungserkenntnisse liefern Untersuchungen von Zwillingen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Eineiige Zwillinge haben nahezu identische Erbanlagen, dennoch erkranken nicht immer beide Zwillinge an Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Bei eineiigen Zwillingen sind es nur 26 Prozent, bei zweieiigen sogar nur drei Prozent.

Die WissenschaftlerInnen finden mit der Zwillingsforschung heraus, worin die feinen Unterschiede in den Genen und Lebensbedingungen bei erkrankten und nicht erkrankten Zwillingen bestehen.

In den letzten Jahren wurden bereits viele Risikogene für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa entschlüsselt. Aktuelle Studien zeigen jetzt, welchen Einfluss bestimmte Lebensstile auf das Ausbrechen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen haben.

Erkrankte Zwillinge
- haben häufiger Antibiotika eingenommen,
- konsumieren mehr Fleischerzeugnisse
- und waren in mehr Fällen von einer Blinddarmentzündung betroffen, als nicht erkrankte Zwillinge. 
  Auch Rauchen gilt als starker Risikofaktor.

 

Rückschau des Zwillingstreffen am 15./16. September 2012 in Hamburg

Am Wochenende des 15. / 16. September fand mit großem Zuspruch und Erfolg das 4. CED Zwillingstreffen
in Hamburg statt.

Rückschau des Zwillingstreffens