Kinder und Eltern: Was sollten Sie beachten?

Die schnelle Diagnose einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ist bei Kindern von besonderer Bedeutung, um schwerwiegende Folgen und Komplikationen zu vermeiden. Unter anderem kann es bei einer zu spät erkannten Erkrankung, einem Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa bei Kindern, zu einem Gewichtsverlust und Minderwuchs sowie verzögerter Entwicklung kommen.

Die Differentialdiagnose kann deshalb schwierig sein, weil wesentliche Symptome einer entzündlichen Darmerkrankung – Bauchschmerzen und Durchfälle – bei Kleinkindern häufig und in aller Regel vorübergehend und harmlos sind.

Zudem kann es sein, dass milde Symptome von einem Kind nicht als ungewöhnlich erlebt werden, weil es sich schnell damit arrangieren kann. Das kann dazu führen, dass Eltern mit ihren Kindern erst dann einen Arzt aufsuchen, wenn schwerwiegende Komplikationen wie z.B. ein Darmverschluss aufgetreten sind.

Ein Warnsignal, das Eltern zu einer Untersuchung ihres Kindes auf das Vorliegen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung veranlassen kann, sind anhaltende Symptome und Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit sowie Anzeichen für eine Entwicklungs- und Wachstumsstörung.

Eine konsequente Therapie, die neben der medikamentösen Behandlung auch Aspekte der Ernährung und der psychosozialen Entwicklung umfassen muss, ist von großer Wichtigkeit.