06.09.2010 Startseite Flash-Version >>>              Suche:

Die vernetzte Forschung
Aus dem Labor direkt zum Patienten
Die CED-Forschungsaktivitäten Deutschlands genießen international hohes Ansehen - vor allem seit 1999 mit dem Kompetenznetz Darmerkrankungen die kooperativen Strukturen für eine optimale Grundlagen- und auch Klinische Forschung geschaffen wurden.
 

So bürgt der Forschungsverbund mit seiner an sorgsam entwickelten Leitlinien orientierten Diagnostik und Therapie heute für eine hochqualifizierte CED-Versorgung in Deutschland. Dies wird durch die Bündelung der innovativen molekulargenetischen, pharmakogenetischen und immuno-logischen Bereiche der Forschung zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gewährleistet. Zudem wurden die Anstrengungen auf der klinischen Ebene zusammengeführt und umfangreiche Studien übergreifend organisiert.Säulen dieser konzertierten Forschung sind die drei spezialisierten CED-Ambulanzen an den Univer-sitätskliniken Berlin, Kiel und Regensburg. Hier wurden eigenständige Dienstleistungszentren aufgebaut, die von allen assoziierten Mitgliedern des "Kompetenznetz" seither in Anspruch genommen werden.

Ergänzend zur genetischen, zellbiologischen und bakteriologischen Erforschung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wurden auch umfangreiche Serum- und Gewebebanken etabliert.

Die so gewonnenen Daten sind für die jeweiligen Forschungsprojekte aller Mitglieder des Kompetenznetzes abruf- und nutzbar. Mit den umfangreichen Datensätzen konnte ein beachtlicher wissenschaftlicher wie klinischer Mehrwert geschaffen werden, womit direkt auch die Qualität der Versorgung von CED-Patienten signifikant gesteigert werden konnte.
 

Herausragende Forschungsresultate erzielte das "Kompetenznetz" - in enger Kooperation mit Förderinitiativen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Nationalen Genomforschungsnetz - mit der Entdeckung von zwei der weltweit drei identifizierten Krankheitsgene. Diese Erkenntnisse werden perspektivisch maßgebliche Grundlage für neue Therapieentwicklungen sein. Demnach reicht ein einziger veränderter Gen-Buchstabe im menschlichen Bauplan aus, um die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Darmentzündung um 50 Prozent zu erhöhen - ein Meilenstein für das Verständnis von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Aus den Forschungsresultaten des "Kompetenznetz" konnten bereits in den vergangenen Jahren erste verbesserte Behandlungsansätze für die Patienten abgeleitet werden.

Überdies gelang es neben den Biobanken eine phänotypische Patientendokumentation aufzubauen, die auf einem datenbankgestützten Standardfrageset basiert.

Und auch für den Datenschutz in der molekularbiologischen Forschung sind aus dem Kompetenznetz Darmerkrankungen weitreichende Innovationen hervorgegangen: so wurde ein Datenschutz-System für Patientendatenbanken entwickelt, das nun allen medizinischen Forschungsverbünden einen sicheren Umgang mit sensiblen Patientendaten ermöglicht.
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